Ergogenics

  [Definitie:] "An ergogenic aid is any substance or phenomenon that enhances performance." (Wilmore and Costill)

  Nieuwsbrief over doping, supplementen, voeding en training

  Met-AD-17diol       Androgenen in supplementen       Androgenen in creatine       Labtest: Stanozolon    

Doping per Internet

Zoll lässt illegalen Großhandel mit Anabolika auffliegen

Millionenumsätze in der Bodybuilder-Szene vermutet

Freitag 12. November 2004
ddp-nrd

””

Hamburg. Ein millionenschweres Geschäft mit illegalen Dopingmitteln für die deutsche und europäische Bodybuilder-Szene ist aufgeflogen. Das Hamburger Zollfandungsamt und die Stralsunder Staatsanwaltschaft präsentierten am Freitag in Hamburg ihre Ermittlungsergebnisse, nachdem Beamte allein in den vergangenen zwei Wochen insgesamt 400 Postpakete mit Anabolika abgefangen hatten. Der europaweit verzweigte Handel sei in großem Stil und «hochgradig professionell» organisiert gewesen, betonten die Fahnder. Allein der Inhalt der sichergestellten Pakete habe etwa 70 000 Euro betragen.

Ermittelt werde bereits seit 2003 gegen Verantwortliche der Firma sledge-hammer, sagte Zollsprecher Jörg Sattler. Das Unternehmen habe im Internet und in Magazinen aufwändig für die illegalen Produkte mit Namen wie «Stanozolon», «Parabolon» oder «Met-AD17-diol» geworben. Auslöser für die deutschen Fahnder seien Hinweise österreichischer Behörden auf sledge-hammer gewesen. Daraufhin seien 2002 entsprechende Untersuchungen und Nachweise an der Sporthochschule Köln erfolgt. [ErGs] [ErGs]

””

Die Produkte, die als «Nahrungsergänzungsmittel» deklariert waren, enthalten den Angaben zufolge verbotene Muskelaufbau-Präparate, die schwere Nebenwirkungen verursachen wie Leberschädigungen, erhöhtes Herzinfarktrisiko und psychische Probleme wie Aggressivitätssteigerung und psychische Abhängigkeit.

Nicht erwähnt wurde auf den Packungen zum Beispiel der Umstand, dass in den Tabletten und Kapseln das Anabolikum Methandienon enthalten war. Im Auftrag der Staatsanwaltschaft Stralsund ermittelt das Zollfahndungsamt Hamburg (Dienstsitz Rostock) deshalb gegen die Verantwortlichen der Firma wegen Verstoßes gegen das Arzneimittelgesetz.

Für die Produkte, die einen angeblich schnellen Muskelaufbau versprechen, wurde in doppelseitigen Anzeigen in Bodybuilding-Zeitschriften und mit Hochglanzbroschüren geworben. Bestellung und Verkauf der Mittel liefen über 0190er Service-Nummern oder über die Firmenhomepage im Internet, der Versand erfolgte per Paketdienst - auf Wunsch sogar mit 48-Stunden-Expresslieferung. Gezahlt wurde per Kreditkarte.

Nach bisherigen Zollermittlungen wurden die Dopingmittel aus den USA nach Großbritannien gebracht. Die Vertriebsfirma sledge-hammer hat auf der zu England gehörenden Kanalinsel Isle of Man ihren Sitz. Der Firmenserver, von dem aus die Homepage ans Netz geht, steht in Sarajevo (Bosnien-Herzegowina). Von Großbritannien aus gehen die Pakete per Lkw nach Süddeutschland, kurzfristig auch über Hessen. Dort wurden sie nach Zollerkenntnissen dann bei der Post aufgegeben und an Kunden in Deutschland, Österreich, der Schweiz und Liechtenstein verschickt.

Die Zahlungen für die Dopingmittel wurden über einen Finanzdienstleister in Hamburg abgewickelt. Zollfahndung und Staatsanwaltschaft gehen davon aus, dass die Firma in Deutschland Millionenumsätze gemacht hat. Gegen die verantwortlichen Hintermänner in Österreich und Bosnien-Herzegowina werde ermittelt, Rechtshilfeersuchen seien gestellt, sagte Zollsprecher Sattler.

Bei ihren Nachforschungen fanden die Zollbeamten außerdem heraus, dass auch Schwarzmarkthändler die Anabolika ankauften und weitervertrieben. So sei ein Arbeitsloser aus Halle ermittelt worden, der für rund 6000 Euro Produkte bei sledge-hammer bezogen habe, um sie dann in der regionalen Bodybuilder-Szene weiter zu verkaufen. (Quellen: Sattler auf Anfrage; Zoll und Staatsanwaltschaft in Mitteilungen)

1 3 - 1 1 - 2 0 0 4

Doping aus dem Internet
Hamburger Zollfahnder stoppen internationalen illegalen Anabolikahandel

von André Zand-Vakili
am, 13. November 2004
Die Welt

Das Zollfahndungsamt Hamburg ermittelt gegen eine Firma, die im großen Stil verbotene Muskelaufbaupräparate in Deutschland auf den Markt gebracht hat. Dabei bedienten sich die Hintermänner hiesiger Firmen. So ist auch eine Hamburger Abrechnungsfirma in die Geschäfte mit den anabolikahaltigen Mitteln verwickelt.

””

Unter "Sledge-Hammer" firmiert laut Zoll der Anbieter der Tabletten im Internet. Der Auftritt ist professionell und erinnert an große Kaufhäuser. Die Mittel heißen "Parabolon", "Met-AD 17-idol" oder "Stanozolon" und versprechen "massige Energie", "vermehrte Ausdauer" oder "fettfreie Muskelmasse". Es gibt sie im "Animal Pak" oder in kleinen Röhren mit 20 Tabletten für 99 Euro. In Deutschland ist der Vertrieb dieser Mittel verboten. Sie enthalten Anabolika. Die Nebenwirkungen sind Leberschäden, erhöhtes Herzinfarktrisiko, psychische Probleme und gesteigerte Aggressivität.

Allein in den letzten Monaten haben Zollfahnder 400 Pakete mit den Dopingmitteln, Wert 70 000 Euro, aus dem Verkehr gezogen. In einigen Fällen haben sich Kleindealer mit den Mitteln eingedeckt und illegal in der hiesigen Bodybuilding-Szene verkauft.

Die Drahtzieher der Geschäfte sind kaum zu fassen. Sie sitzen im Ausland in einem bewußt extrem verzweigten Firmengeflecht. In Sarajevo steht der Server für den Internetauftritt. Der Firmensitz ist auf der Kanalinsel Isle of Man. Die Präparate stammen aus den USA und sind als "Nahrungsergänzungsmittel" deklariert. Der Versand erfolgt über Großbritannien. "Die Firmenkonstellation ist so angelegt, daß sie keinen Sitz in Deutschland haben", sagt Zollfahnder Kai Bukowski. "Hier bedienen sie sich legaler Unternehmen, um die Waren abzusetzen und abzurechnen."

Dem Zoll ist es gelungen, drei Verantwortliche zu ermitteln. Danach stecken zwei Deutsche, die in Österreich leben, und ein Bosnier hinter den Geschäften mit den verbotenen Substanzen. Gegen sie sind Verfahren wegen des Verstoßes gegen das Arzneimittelgesetz eingeleitet worden.

Die Hintermänner der Geschäfte beeindruckt das offenbar wenig. Die Anabolika-Dealer, die laut Staatsanwaltschaft verbotene Präparate im Wert von mehreren Millionen Euro in Umlauf gebracht haben, fühlen sich so sicher, daß sie lediglich die Vertriebswege für Deutsche Abnehmer geringfügig "modifiziert" haben. Zumindest im Fall der beiden in Österreich lebenden Deutschen rechnet sich der Zoll dennoch reelle Chancen aus, die Männer zur Verantwortung ziehen zu können.

[Link]

Navigatie

Nieuws

Contact

Over ons

Dossiers

Zoeken