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0 1 - 0 6 - 2 0 0 3 Groeihormoontest klaar in 2004
Er komt misschien toch een test voor groeihormoon op de Olympische Spelen van 2004. Dat melden wetenschappers van Southampton University. De onderzoekers hebben 1.230.000 dollar van de dopingautoriteiten Wada en de US Anti-Doping Agency hebben gekregen om de test te maken. Dat de test in 2004 af moet zijn blijkt alleen al uit de naam van het project: GH-2004.
Het grote probleem met groeihormoon is de pulsgewijze aanmaak. Die maakte het onmogelijk vast te stellen hoeveel groeihormoon iemand in zijn lichaam mag hebben. Met moleculaire technieken is weliswaar vast te stellen of een groeihormoonmolecuul synthetisch is, maar zo'n test nog kan maar 24 uur terugkijken. Groeihormoon verdwijnt snel uit het lichaam.
De onderzoekers hebben daarom voor een andere opzet gekozen. Ze kijken naar de eiwitten IGF-1 en procollageen 3, die de lever aanmaakt als de groeihormoonspiegels hoog zijn. De verhoogde niveau's van die eiwitten zijn tot 84 dagen na een injectie groeihormoon aan te tonen. In een interview met de BBC vertelde onderzoeker Cathy McHugh dat de spiegels van die twee stoffen bij groeihormoongebruikers een factor vijf hoger liggen.
De test was al eigenlijk al klaar in 1999. In januari van dat jaar rapporteerden de onderzoekers aan geldschieters Brussel en het IOC hoever ze waren. Probleem was toen dat de onderzoekers vooral hadden gekeken naar autochtone Europeanen en niet naar etnische groepen. De financiele injectie van de dopingjagers moet dat manco goedmaken.
Southampton gaat nu vier onderzoeken opstarten:
1. Een onderzoek naar driehonderd atleten van verschillende etnische herkomst van verschillende sportieve disciplines. Vlak na de wedstrijd gaan de onderzoekers hun hormoon- en bloedspiegels onderzoeken. Zo kunnen ze achterhalen welke spiegels 'natuurlijk' zijn, en welke het gevolg zijn van doping.
2. Van hen zullen de onderzoekers zestig sporters een jaar lang volgen om te zien of de seizoenswisseling leidt tot afwijkende waarden.
3. Overbelasting en blessures leiden misschien tot een verhoogde aanmaak van groeihormoon. Daarom zullen de onderzoekers vijftig sporters met blessures volgen.
4. Negentig sportieve vrijwilligers die niet aan wedstrijden doen zullen vier weken injecties met groeihormoon krijgen. De onderzoekers kunnen dan de gevolgen van GH-doping bestuderen.
1. Southampton scientists receive support from anti-doping agencies to further develop growth hormone test.
University of Southampton, 28-5-2003. [Link]
0 1 - 1 1 - 2 0 0 3 Test voor groeihormoon misschien op Spelen 2004
Onderzoekers van de Wada en het IOC hebben hem bijna af: een test voor humaan groeihormoon. Misschien kan die al tijdens de Olympische Spelen van volgend jaar in premiere gaan, zegt dopingjager Arne Ljungqvist, de voorzitter van de medische commissie van het IOC.
"We zijn er bijna, daar zijn we zeker van", zegt hij. "Wat we niet zeker weten is of we er voor de volgende spelen klaar voor zijn."
Ljungqvist deed zijn uitspraken na een tweedaagse bijeenkomst van dopingspecialisten van Wada en IOC in het Zwitserse Lausanne, eerder deze week. Toen hebben zes teams van onderzoekers, die zich buigen over groeihormoon, hun resultaten gepresenteerd. Probleem bij het GH-onderzoek van de laatste jaren was vaak de financiering, waardoor een aantal projecten uitstel heeft opgelopen.
Algemeen directeur van de Wada, David Howman, was optimistisch. "We gaan nu in de juiste richting."
1. Stephen Wilkinson.
IOC: Test for HGH Could Be Ready for 2004.
Associated Press, 31-10-2003.
Das neue Doping-Zeitalter
Olympia: Deutsche Forscher haben einen Doping-Test entwickelt, mit dem sich gentechnisch hergestelltes Wachstumshormon im Körper nachweisen lässt. Vielleicht kommt er auch in Athen zum Einsatz 14. August 2004 Die ersten Medaillen sind noch nicht verliehen, doch die 28. Olympischen Sommerspiele haben bereits ihre ersten sechs Dopingfälle. Um ihre Leistungsfähigkeit bei den Wettkämpfen in Athen zu verbessern, griffen einige Athleten zum Nebennierenhormon EPO. Es regt die Bildung von roten Blutkörperchen an. Andere spritzten Anabolika, um den Muskelaufbau zu beschleunigen, putschten sich mit Stimulanzien auf oder nahmen so genannte Maskierungsmittel, um Dopingspuren zu verwischen - und gingen den Doping-Fahndern dennoch ins Netz. Darin könnten in Athen erstmals auch die Sportler landen, die das Wachstumshormon nutzen, um Fett zu verlieren. Bislang war diese Form des Dopings nicht nachweisbar. Das hat sich geändert, weil Prof. Dr. Christian Strasburger und Dr. Zida Wu von der Berliner Charité und Dr. Martin Bidlingmaier von der Münchner Universitätsklinik einen neuen Doping-Test ersonnen haben. Nach intensiven Prüfungen haben das Internationale Olympische Komitee (IOC) und die Welt-Doping-Agentur Wada den Test zugelassen. "Doch erst wenn der erste Athlet in Athen wegen des unerlaubten Einsatzes von Wachstumshormon gesperrt wird, dann wissen wir, dass unser Test wirklich eingesetzt worden ist", sagt Professor Christian Strasburger. Es war ein Zufall, der Strasburger und seine Kollegen zu Doping-Experten werden ließ. Weil die Mediziner Patienten mit einem Mangel an Wachstumshormonen behandelten, brauchten sie zuverlässige Tests, um die Menge des im Blut der Patienten vorhandenen Wachstumshormons (hGH) genau zu bestimmen. Nur so konnten sie ihnen die notwendige Dosis an gentechnisch hergestelltem Wachstumshormon (rGH) verabreichen. "Doch wir erhielten höchst unterschiedliche Ergebnisse, je nachdem welche Reagenzien wir nutzten", erinnert sich Strasburger. Deshalb konnte auch keines der damaligen Verfahren genutzt werden, um den illegalen Einsatz des Wachstumshormons zu überprüfen. Lieferten sie doch keine sicheren Ergebnisse. Das Hormon, das in der Hirnanhangdrüse gebildet wird, ist Teil der Reaktionskette, die für den Muskelaufbau und den Fettabbau verantwortlich ist. "Wir wissen, dass das gentechnisch hergestellte Hormon gern von Bodybuildern genommen wird. Aber auch andere Athleten nutzen es, um Fettpolster schwinden zu lassen", sagt Professor Wilhelm Schänzer, der das Wada-IOC-Labor für Dopinganalyse an der Sporthochschule Köln leitet. Und obwohl die Folgen für die Gesundheit der Athleten völlig unklar sind, soll der Missbrauch weit verbreitet sein - wohl auch, weil es keinen offiziellen Test gab. "Technisch können fünf Labore, die bei der Wada akkreditiert sind, jetzt einen Missbrauch mit dem Wachstumhormon aufdecken", sagt Strasburger. Unter diesen sind auch die beiden deutschen Labore in Köln und Kreischa (bei Dresden). Der Weg dahin war lang. Zunächst einmal entwickelte das Münchner Team einen Test, mit dem das natürliche Wachstumshormon im Blut leichter nachweisbar war. "Das war nicht so einfach, da dieses in unterschiedlich großen Formen vorkommt. Für jede Form brauchten wir einen speziellen Antikörper, um das Hormon aufzuspüren - so wie man für jedes Schloss den passenden Schlüssel braucht", erläutert Strasburger. Wie gut ihr Test ist, zeigte sich 1996. Um die Qualität von Laboren zu kontrollieren, verschickte das Deutsche Institut für Ringversuche 150 Proben. Die Münchner erhielten acht. "Die Analyse von einer Probe wich von allen anderen deutlich ab. Es war gerade so, als wenn sie einen Strauß bunter Blumen mit einem Strauß roter Rosen vergleichen. Sofort hatten wir den Verdacht, dass sich in ihr auch gentechnisch hergestelltes Wachstumshormon befand", so Strasburger. Die Forscher hatten Recht - und fortan waren sie Doping-Experten. 1999 veröffentlichten sie ihren Test in der medizinischen Fachzeitschrift "The Lancet". Doch erst 2000 griff das IOC die Idee auf und forcierte die Entwicklung. Forschungsgelder flossen, um den Test serienreif zu machen. Jetzt ist es so weit. Allerdings hat auch dieser Test Grenzen. Er zeigt den Missbrauch nur bis zu 36 Stunden an, nachdem das Hormon gespritzt wurde, und auch nur, wenn gentechnisch hergestelltes Wachstumshormon verabreicht wurde. "Aber es gibt wohl kaum noch Athleten, die das aus der Hirnanhangdrüse von Leichen extrahierte Wachstumshormon nutzen. Die Angst vor einer Ansteckung mit der tödlichen Creutzfeldt-Jakob-Krankheit ist groß", sagt Dr. Roland Augustin, Geschäftsführer der Nationalen Anti-Doping-Agentur (Nada). Auch er weiß nicht, ob der Test von Strasburger in Athen eingesetzt wird. "Aber als Athlet wäre ich sehr vorsichtig", rät er. Zumal das Netz der Tests so eng und umfassend sei wie noch nie zuvor. Zumindest ein großes Loch hat es aber noch: Das Gendoping. Vorsorglich steht es seit 2003 auf der offiziellen Verbotsliste der Welt-Doping-Agentur Wada. "Alle genetischen Ursachen von Kraft und Ausdauer sind noch nicht hieb- und stichfest", sagt Dr. Roland Augustin von der Nada. "Man muss es aber im Auge haben." Anregungen kommen aus dem Tierreich. Dort gibt es mit den "Schwarzenegger-Mäusen" bereits die ersten Muskelprotze. Italienische Forscher designten sie, indem sie in das Erbgut ein Gen einschleusten, das die Produktion eines Wachstumsfaktors begünstigt. Ihre Mäuse kommen auf doppelte Muskelkraft. US-Forscher züchteten sie, als sie ein Gen für ein Muskeleiweiß ausschalteten. Und auch bei Menschen scheint ein Ausfall dieses Gens das Muskelwachstum zu begünstigen. Ein Junge, der vor viereinhalb Jahren in Berlin mit diesem Gendefekt geboren wurde, kann bereits eine drei Kilogramm schwere Hantel am ausgestreckten Arm halten. Die Vorteile des Gendopings sind offensichtlich: Funktioniert die Technik, erhöht der Körper zuverlässig und dauerhaft seine Leistungsfähigkeit. Die zusätzlich von den Zellen gebildeten Eiweiße sind zudem identisch mit den natürlichen. Im Blut oder Urin wäre dieses Doping somit nicht direkt nachzuweisen. Dennoch hinterlässt auch dieser Eingriff Spuren. Da die Gene mit einer Fähre, meist einem maßgeschneiderten Retrovirus, eingeschleust werden, müssten sich Reste des Viren-Erbgutes in den Muskelzellen finden lassen. Auch eine Erbgutanalyse der Sportler könnte den Eingriff sichtbar machen. Denn jedes Gen, das eingeschleust wird, bringt den Rest durcheinander. Gelänge es, diese Veränderungen aufzudecken, wäre der Eingriff bewiesen. Ob Gentechnik die Dopingspirale wirklich weiter dreht, ist unter Experten umstritten. Die Welt-Doping-Agentur jedenfalls unterstützt die Entwicklung von Tests, mit denen auch diese Dopingsünder den Fahndern ins Netz gehen werden. |
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