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2 7 - 0 9 - 2 0 0 3 Duitse douane rolt Europese anabolenring op, Belgische handelaar opgepakt
De douane van het Duitse Hamburg heeft een anabolenring opgerold die zich uitstrekte over heel Europa. Dat heeft de douane donderdag bekend gemaakt.
Woensdag 24-9-2003 arresteerde de politie een 39-jarige zakenman uit Essen omdat hij bijna een half miljoen ampullen afgezet zou hebben. Bij de arrestatie namen agenten meer dan vijfhonderd kilo anabolen in beslag. Ze kregen daarbij ondersteuning van een bijzondere eenheid, omdat de zakenman een vechthond bezat.
Analyses van sommige preparaten brachten aan het licht dat in ieder geval een aantal preparaten verdund was, en minder actieve stof bevatte dan eigenlijk zou moeten. Gebruik van de preparaten was door verontreiniging 'zonder meer gevaarlijk voor de gezondheid', aldus woordvoerder Kai Bukowski. "Als je ze gebruikt, kun je dood gaan."
De actie tegen de ring begon al in oktober 2001, met de arrestatie van een 45-jarige inwoner uit Kiel die in bezit was van 12.000 ampullen en 200.000 tabletten anabolen. In het circuit stond de man bekend als 'Pit'.
De ring, bleek tijdens het onderzoek, smokkelde anabolen met koffers tegelijk via de luchthaven van Hamburg naar de VS en de rest van Europa. Koeriers brachten de middelen via de auto en de trein naar Scandinavië. Ook in Zwitserland en Tsjechië arresteerden de agenten koeriers, die werkten voor de man uit Kiel. In die acties namen agenten 55.000 ampullen in beslag.
Ook afnemers van de ring zijn gearresteerd. Dat gebeurde in Neurenberg en België. Volgens de autoriteiten is dit de grootste klap voor de 'dopingmaffia' sinds jaren.
1. DPA.
Zoll deckt europaweit agierenden Anabolikahändler-Ring auf.
Die Rhein Zeitung, 25-9-2003.
1 0 - 0 2 - 2 0 0 6 Gefährliche Dopingmittel weltweit verkauft
Prozeß gegen Ex-Bodybuilder beginnt mit Geständnis des Angeklagten vor dem Kieler Landgericht
DIE WELT
Kiel - In einem der bundesweit größten Strafverfahren um illegalen Handel mit Dopingmitteln hat am Mittwoch vor dem Kieler Landgericht der Prozeß gegen den 35jährigen Drahtzieher begonnen. Zum Auftakt legte der Angeklagte Metin U. ein umfassendes Geständnis ab: Er habe mit seinem Bruder von Prag aus über Kiel weltweit Bodybuilder mit Hunderttausenden Ampullen und Tabletten verschreibungspflichtiger Anabolika versorgt, sagte der 35jährige, der selbst bayerischer Meister im Bodybuilding war. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm Verstoß gegen das Arzneimittelgesetz in 48 Fällen vor.
Die hormonhaltigen muskelbildenden Präparate habe er zum Teil selbst herstellen lassen und von 1999 bis Ende 2001 über Mittelsmänner in der Bodybuilder-Szene verkauft, gestand der Angeklagte. Dabei habe er gesundheitliche Schäden bei seinen Kunden in Kauf genommen. Bei der Einnahme derartiger Arzneimittel ohne medizinische Indikation drohen unter anderem irreversible Leberschäden und erhöhte Sterblichkeit. Der angeklagte Sohn türkischer Eltern wurde im bayerischen Deggendorf geboren und betrieb dort bereits als 20jähriger ein Fitness-Studio. Nach einer Verletzung gab Metin U. seine Bodybuilder-Karriere auf, versorgte die Szene aber anschließend mit Anabolika. Dabei vertrieb er die Präparate über Mittelsmänner zumeist von Kiel aus per Kurier oder per Post unter anderem nach Dänemark, in die Niederlande, die Schweiz und die USA. Er selbst habe die Präparate auch genommen, sagte er in der Verhandlung. Das Geschäft flog auch deshalb auf, weil mehrfach Kuriere an den Grenzen mit Tausenden Ampullen und Tabletten festgenommen wurden, hieß es. Auslöser der Ermittlungen war die Festnahme des 45jährigen Hans Peter "Pit" M. gewesen, der im Oktober 2001 in Kiel Zollfahndern ins Netz gegangen war. Bei ihm wurden 12 000 Ampullen und 200 000 Anabolika-Tabletten gefunden worden. Fahnder konnten später weitere Kuriere festnehmen, die Anabolika "kofferweise" nach Skandinavien oder in die USA schmuggelten. Bei den Ermittlungen stießen die Beamten auch auf Metin U. und dessen Bruder. Schon vor Prozeßbeginn einigten sich Gericht, Staatsanwaltschaft und Verteidigung auf den Urteilsrahmen. Danach soll der 35jährige nach seinem Geständnis und Zahlung von 150 000 Euro zu nicht mehr als siebeneinhalb Jahren Haft verurteilt und anschließend in die Türkei abgeschoben werden. Nach Hochrechnungen des Gerichts hat der Angeklagte etwa vier Millionen Euro mit dem Dopinghandel eingenommen. Der bereits einschlägig zu mehrjähriger Haft verurteilte Angeklagte lebte in Prag offenbar auf großem Fuß und erwarb zwei Stadtvillen und mehrere Luxusautos. Eines der Häuser sei Pfand für den vom Gericht geforderten Betrag. Aufgrund eines internationalen Haftbefehls wurde er nach zweijähriger Auslieferungshaft in der tschechischen Hauptstadt nach Schleswig-Holstein überstellt. Die Haftbedingungen in Prag - drei Gefangene in einer acht Quadratmeter großen Zelle ohne Arbeit, Radio oder Fernsehen - werteten Gericht und Staatsanwaltschaft als strafmildernd. Das Urteil gegen Metin U. soll am Freitag vom Kieler Landgericht verkündet werden. 1 2 - 0 2 - 2 0 0 6 Siebeneinhalb Jahre Haft für Handel mit Dopingmittel im großen Stil
10.02.2006 Kiel - In einem der bundesweit größten Strafverfahren um illegalen Handel mit Dopingmitteln hat das Kieler Landgericht einen Ex-Bodybuilder zu siebeneinhalb Jahren Haft verurteilt.
Außerdem muss der 35-Jährige 150 000 Euro an den Staat zahlen. Das Gericht sprach den Mann des Verstoßes gegen das Arzneimittelgesetz schuldig und verurteilte ihn auch wegen Steuerhinterziehung. Er hatte zugegeben, von 1999 bis 2001 die Bodybuilder-Szene weltweit mit gesundheitsschädigenden Anabolika versorgt zu haben. 1 2 - 0 2 - 2 0 0 6 Siebeneinhalb Jahre für Anabolika-Händler
11.02.2006 Kiel – In einem der bundesweit größten Strafverfahren um illegalen Handel mit Dopingmitteln hat das Kieler Landgericht gestern einen Ex-Bodybuilder zu siebeneinhalb Jahren Haft verurteilt. Außerdem muss der Mann 150000 Euro an den Staat zahlen. Der 35-Jährige wird allerdings noch in diesem Monat in die Türkei abgeschoben und kommt dort auf freien Fuß. Er hat schon einen Großteil der Strafe in ausländischer Untersuchungshaft abgesessen. Für Deutschland erhält er ein Einreiseverbot.
Der Ex-Kraftsportler hatte vor Gericht zugegeben, von 1999 bis 2001 die Bodybuilder-Szene weltweit mit gesundheitsschädigenden Anabolika versorgt zu haben. Der Angeklagte organisierte den Vertrieb von hunderttausenden Ampullen und Tabletten der muskelbildenden Dopingmittel "in straffer, mafiaähnlicher Struktur", befand das Gericht. Über inzwischen verurteilte Mittelsmänner und Kuriere in Kiel seien die gesundheitsgefährdenden Präparate unter anderem nach Dänemark, in die Niederlande, die Schweiz und die USA verschoben worden. Die kriminellen Aktivitäten flogen auf, nachdem an den Grenzen mehrfach Kuriere geschnappt worden waren. Auf das Strafmaß hatten sich Gericht, Staatsanwalt und Verteidiger schon vorab verständigt. Durch das umfassende Geständnis des Angeklagten und die Absprache sei ein monatelanges Verfahren vermieden worden, betonte das Gericht. Es wertete auch strafmildernd, dass der 35-Jährige in der Auslieferungshaft in Tschechien schwer erkrankte. Durch die Untersuchungshaft dort und in Deutschland habe der Angeklagte zudem schon die Hälfte der Strafzeit verbüßt. Anabolika verkauft: Acht Monate auf Bewährung
Markus Carstens Bad Oldesloe - Der weltweite Dopingsumpf ist offensichtlich noch viel tiefer und größer als bislang vermutet. Ausläufer führen sogar bis nach Bad Oldesloe. Das Amtsgericht verurteilte gestern Andreas S., einen 33-Jährigen aus Rümpel, zu acht Monaten auf Bewährung, weil er im Jahr 2003 mehrere Kilogramm Anabolika bestellt und im Kreis Stormarn weiterverkauft hatte. Die fast dreistündige Verhandlung zeigte deutlich, dass verbotene leistungsfördernde und muskelaufbauende Mittel wie anabole Steroide längst auch den Freizeitsport nicht nur erreicht, sondern schon fast verseucht haben. So war da zunächst ein Zeuge aus Ahrensburg - ähnlich kräftig gebaut wie der Angeklagte -, der von seinem Recht Gebrauch machte, die Aussage zu verweigern. Grund: Ein ähnliches Verfahren gegen ihn sei gerade eingestellt worden, so dass er sich möglicherweise selbst belasten würde. Der 35-jährige Ahrensburger half Richterin Dorit Schulze bei der Wahrheitsfindung also nur bedingt weiter. Schulze berief sich nachher jedoch auf eine Aussage des Zeugen in einer früheren Vernehmung. Darin hatte er eingeräumt, für Andreas S. Pakete angenommen und auch bei ihm Dopingmittel wie Anabolika gekauft zu haben. Der Angeklagte selbst schwieg während der Verhandlung, wollte sich nicht zu den Vorwürfen äußern, er habe zweimal größere Pakete mit mehreren Kilogramm anabolen Steroiden in Tabletten- oder Pulverform bestellt, diese zu Dopingzwecken in Verkehr gebracht und damit gegen das Arzneimittelgesetz verstoßen. Absender der Pakete soll ein 38-Jähriger aus Nürnberg gewesen sein, der offenbar europaweit in großem Stil mit muskelaufbauenden Substanzen wie Winstrol oder Stanozolol gehandelt hat. Dieser Mann sitzt mittlerweile in der Justizvollzugsanstalt Bayreuth ein und trat gestern in Bad Oldesloe als Zeuge auf, konnte sich aber nicht an die Namen des Angeklagten und des ersten Zeugen und etwaige Lieferungen an diese Personen erinnern. Weitere Indizien lieferte dagegen ein 41-jähriger Zollfahndungsbeamter aus Kiel. Er berichtete von einer Kellerdurchsuchung bei den Eltern des Angeklagten, bei der Verpackungsmaterial, Beipackzettel von Medikamenten und Ähnliches gefunden wurde. Zudem hätten Zollbeamte Andreas S. über einen längeren Zeitraum observiert und bei vermutlich illegalen Geschäften in Siek beobachtet. Einen unumstößlichen Beweis konnte zwar auch er nicht liefern. Richterin Schulze reichten jedoch diese Mosaiksteine, um den Angeklagten zu einer Bewährungsstrafe von acht Monaten zu verurteilen. Am Ende meldete sich Andreas S. doch noch zu Wort und verabschiedete sich mit einem "Auf Wiedersehen"... |
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