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2 2 - 0 1 - 2 0 0 5 Justizbeamtin schmuggelte Drogen ins Gefängnis
Zwei Jahre Haft / Strafmildernd waren Geständnis und Reue
Der Prignitzer
Cottbus (dpa) • Eine Justizvollzugsbeamtin aus Cottbus muss nun wegen Drogenschmuggels selbst ins Gefängnis. Das Cottbuser Amtsgericht verurteilte die 35-Jährige gestern zu zwei Jahren Freiheitsstrafe ohne Bewährung. Das Schöffengericht sprach sie wegen Bestechlichkeit, unerlaubten Besitzes von Betäubungsmitteln und Beihilfe zum Drogenhandel in insgesamt elf Fällen schuldig. [ErGs]
Mit dem Urteil folgte die Kammer weitgehend dem Antrag der Staatsanwaltschaft, die zwei Jahre Haft auf Bewährung und eine Geldbuße von 4000 Euro gefordert hatte. Die Verteidigung wollte eine Bewährungsstrafe. Sie kündigte Rechtsmittel gegen das Urteil an.
Die Angeklagte hatte zum Auftakt des nur eintägigen Prozesses mit leisen Worten gestanden, von August 2002 bis Oktober 2003 anfangs Anabolika und dann Haschisch, Kokain und Cannabis in das Gefängnis geschmuggelt zu haben. Dort habe sie das Rauschgift an einen als gefährlich bekannten Gefangenen übergeben, den sie "in den Griff bekommen wollte", erzählte sie mit blassem Gesicht.
Insgesamt erhielt die 35-Jährige für den Drogenschmuggel etwa 200 Euro. "Ich tat es nicht wegen des Geldes, sondern ich wollte besser sein als meine Kollegen", schilderte die Beschuldigte unter Tränen. Als strafmildernd wertete der Vorsitzende Richter das Geständnis der Frau und ihre Reue.
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