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1 2 - 0 1 - 2 0 0 6 Anonymer Hinweis ließ Schmuggel auffliegen
JVA-Beamter "versorgte" Häftlinge mit Drogen
koeln.de Wegen illegaler Nebengeschäfte muss sich in Kürze ein ehemaliger Mitarbeiter der JVA Rheinbach vor dem Schöffengericht Euskirchen verantworten. Etwa ein Jahr lang versorgte er Häftlinge der JVA mit Handys, Telefonkarten, Haschisch und Anabolika. Durch einen anonymen Hinweis flog der Schmuggel schließlich auf. Bei einer Durchsuchung fanden die Ermittler neben 400 Gramm Haschsich auch die in Deutschland verbotenen Anabolika. Insgesamt werden dem 40-jährigen, der seit den 90er Jahren im Strafvollzug arbeitet, 15 Handlungen zur Last gelegt. Die Vorwürfe der Staatsanwaltschaft lauten Bestechlichkeit, Verstöße gegen das Betäubungsmittel- und Arzneimittelgesetz sowie Handel mit Betäubungsmitteln. Außerdem soll der Mann sich als Geldkurier in einem Erpressungsfall betätigt haben. Im Auftrag eines Inhaftierten holte er regelmäßig Geld von einer Frau ab. Aus der Anklageschrift gehe aber nicht hervor, dass der Beamte von der Erpressung gewusst habe, schreibt der General-Anzeiger. Auch für die beteiligten Häftlinge der JVA Rheinbach blieben die illegalen Geschäfte nicht ohne Folgen. Zwei der Gefangenen haben sich bereits schon wieder vor Gericht verantworten müssen und wurden wegen Bestechung einer Amtsperson zu acht und zehn Monaten Haft verurteilt, die sie zu ihrer ursprünglichen Strafe nun noch zusätzlich absitzen müssen. |
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