Ergogenics

  [Definitie:] "An ergogenic aid is any substance or phenomenon that enhances performance." (Wilmore and Costill)

  Nieuwsbrief over doping, supplementen, voeding en training

  Blood Doping Investigation       Bloeddoping is terug       Dossier Springstein       Straf voor Springstein    

2 7 - 0 1 - 2 0 0 6

Springstein unter Gendoping-Verdacht

Kölnische Rundschau
27.01.06
dpa

Frankfurt/Main - Der vor dem Amtsgericht Magdeburg angeklagte Leichtathletik-Trainer Thomas Springstein steht im Verdacht des Gendopings.

Nach einem Bericht der «Frankfurter Allgemeine Zeitung» hat der 47-Jährige in einer E-Mail die Substanz Repoxygen erwähnt, ein praktisch nicht nachweisbares Mittel zur gentechnischen Leistungssteigerung. Für den Heidelberger Wissenschaftler und Doping-Experten Werner Franke ist die Mail Beleg für den Anbruch eines neuen Zeitalters: «Es geht ganz konkret um transgenes Doping.»


Oxford BioMedica: Successful Preclinical Results for new Anaemia Product

6 June 2002
[Fragment]

BioMedica has constructed a viral gene delivery vector carrying the human EPO gene under the control of the Company’s hypoxia control element (“HRE”). The HRE senses low oxygen concentrations and will switch a gene on in response. When the oxygen concentration returns to normal the HRE will then switch the gene off providing an exquisite control mechanism for the production of EPO in situ.

Repoxygen™ is designed to be delivered by injection into muscle. Here it produces EPO when the underlying anaemia results in low systemic oxygen concentrations. This will lead to the selective increase in the number of red blood cells, which carry oxygen round the body. As the red blood cell count reaches normal levels and the systemic oxygen concentration reaches normal levels, the EPO gene is switched off.

[Link]


Die belastenden E-Mails von Springstein, der sich in dem Magdeburger Prozess wegen Minderjährigen-Dopings verantworten muss, waren bei einer Razzia in seinem Privathaus gefunden worden. In dem Verfahren hatte das Gericht am 16. Januar diese Mails verlesen.

«Das neue Repoxygen ist schwer erhältlich. Bitte gib mir bald neue Instruktionen, so dass ich die Produkte vor Weihnachten bestellen kann», heißt es in einer dieser beschlagnahmten Schriftstücke von Springstein.

Die Substanz, die als Medikament nicht zugelassen ist, verankert das EPO-Gen in Muskelzellen. Damit löst es die Produktion von Erythropoetin (EPO) und dann im Knochenmark die Bildung von roten Blutkörperchen aus. Dies führt zu einer Erhöhung der Ausdauerleistung eines Sportlers.

«Repoxygen ist eine ernsthafte Bedrohung», sagte der amerikanische Doping-Experte Larry Bowers. Mit bisherigen Nachweisverfahren ist die Wirkung dieses Mittels nicht nachweisbar. Bis zu den Olympischen Winterspielen vom 10. bis 26. Februar in Turin ist ein solches Verfahren nicht mehr zu entwickeln.

Die gesundheitlichen Risiken der Einnahme dieses Präparats werden als sehr hoch eingeschätzt.


USADA vreest komst van Repoxygen

Telegraaf
10 oktober 2002
[Fragment]

Arne Ljungqvist, voorzitter van de WADA-researchcommissie, wil zo snel mogelijk met de fabrikant
Arne Ljungqvist
van Repoxygen, het Britse Oxford Biomedica, om de tafel gaan zitten om het mogelijke misbruik te bespreken en aan te pakken.

Ljungqvist: "Wat mij betreft, kan er niet snel genoeg een afspraak worden gemaakt. In de topsport is er een tendens aan de gang om producten, die nog in de ontwikkelingsfase zitten, te gebruiken. Op die ontwikkeling moeten wij zo snel mogelijk een antwoord vinden."


Im Internet hat sich Springstein, Lebensgefährte und Trainer der vor Weihnachten zurückgetretenen Welt- und Europameisterin Grit Breuer, nach dem «FAZ»-Bericht» unter anderen mit dem Arzt Berend Nikkels ausgetauscht. Er hat in einem niederländischen Team Eisschnelllauf-Olympiasieger Gianni Romme und Weltmeister Erben Wennemars betreut.


Schaatsarts Berend Nikkels genoemd in dopingproces

Telegraaf
18-1-06
[Fragment]

Nikkels was jarenlang de teamarts van SpaarSelect, de commerciele schaatsploeg van onder anderen coach Peter Mueller en de schaatsers Gianni Romme en Erben Wennemars. Tegenwoordig is hij ’adviseur op afstand’ van een aantal wielrenners en atleten, onder wie Simon Vroemen. Nikkels laat in een reactie weten dat hij weliswaar contact heeft gehad met Springstein, maar zich niet schuldig heeft gemaakt aan verboden praktijken.

"Ik ben twee jaar geleden een keer in Berlijn geweest om met hem te spreken. Hij wilde wat advies en informatie. We hebben bij die gelegenheid openhartig gesproken over de werkwijze in de voormalige DDR, maar dat was puur informatie", aldus Nikkels. "De sportwereld is klein, waardoor je regelmatig je oor bij een ander te luister legt. Maar als je met iemand praat wil dat niet zeggen dat je iets met elkaars praktijken van doen hebt. Mijn contacten met Springstein hadden in de verste verte niets met doping te maken. En mailverkeer heb ik alleen met hem gehad om plaats en tijd voor die ene afspraak kort te sluiten."

Overigens was Springstein in het verleden ook korte tijd trainer van de Nederlandse atletes Ester Goossens en Stella Jongmans. De samenwerking was in beide gevallen van korte duur.

[Link]


Außerdem hat der Ex-Coach auch Kontakt mit einem Doktor Pareita über Dopingmittel wie Anabolika, EPO, Wachstumshormon und reines Coffein gehabt. Pereita warnt ihn zum Beispiel im Zusammenhang mit Perfluorkarbon vor synthetischem Hämoglobin, das zu einer lebensgefährlichen Abwehrreaktion führen könne. Gleichzeitig versprach er zu versuchen, es aus amerikanischen Krankenhäusern zu bekommen.

«Das ist nicht nur Doping, das ist kriminell. Hier geht es um Absprache zur Körperverletzung», meinte Franke nach Ansicht der Mails. «Das ist schlimmer als in der DDR und brutaler als beim Balco-Skandal.»

Neben der Nennung der Substanzen sind auch die Hinweise auf die frühere Weltklasseathletin Grit Breier als mögliche Doping-Anwenderin in den Mails enthalten.

«Es gibt nur eine Person, die G.B. sein kann: Grit Breuer», sagte Franke und verweist auf die Daten zu den Olympischen Spielen 2004. «Alles, was sie in den letzten Jahren gelaufen ist, ist demnach Lug und Trug.»

Bei der Hausdurchsuchung bei Springstein im September 2004 fand die Polizei 20 Wirksubstanzen, die der Ex-Coach und Bodybuilder für den Eigenbedarf angeschafft haben will.

[Link]

3 0 - 0 1 - 2 0 0 6

„Blick in ein Horrorkabinett“

Echo Online
sid/dpa/hps
30.1.2006
[Fragment]

Der Schwede Bengt Saltin, Vorsitzender der Medizinischen Kommission des Ski-Weltverbandes FIS, hält die Gefahr von Gendoping bei den Olympischen Winterspielen in Turin (10. bis 26. Februar) für ausgeschlossen.

„Vielleicht bin ich naiv, aber ich kann mir nicht vorstellen, dass es irgend jemand einsetzen würde“, sagte er in einem Interview der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ (FAZ).

Damit reagierte er auf den Verdacht gegen Leichtathletik-Trainer Thomas Springstein, mit der in einer E-Mail erwähnten Gendoping-Substanz Repoxygen experimentiert zu haben.

Der Deutsche Leichtathletik-Verband (DLV) in Darmstadt hält sich zunächst zurück. „Wir werden das Verfahren aufmerksam verfolgen und nach dessen Abschluss angemessen darauf reagieren“, erklärte DLV-Präsident Clemens Prokop am Sonntag.

„Es wäre nicht seriös, Beweismittel, zu denen sich der Angeklagte noch nicht selbst geäußert hat, zu bewerten.“

Springstein (47) verantwortet sich seit Januar vor dem Magdeburger Amtsgericht wegen Verstößen gegen das Arzneimittel- und Heilpraktikergesetz. Ihm wird Abgabe von Dopingmitteln an Minderjährige in drei Fällen zur Last gelegt.

Dafür droht ihm mehrjährige Haft. Bei einer Razzia in seinem Haus im September 2004 wurden E-Mails sichergestellt, die nun im Detail publik wurden und deutliche Hinweise auf illegale Gendoping-Methoden enthalten. So wird Repoxygen genannt, ein praktisch nicht nachweisbares Mittel zur gentechnischen Leistungssteigerung.

Bengt Saltin hält dagegen den Nachweis von Gendoping durch Blutproben bereits in Turin für möglich. Die juristischen Grundlagen seien jedoch nicht ausreichend, um Sanktionen auf der Basis anormaler Blutparameter zu verhängen.

Außerdem seien die gesundheitlichen Risiken des Einsatzes von Repoxygen lebensgefährlich. Das Gen lasse sich leicht in der Muskulatur platzieren, nicht aber deaktivieren: „Man bekommt zu dickes Blut und wird an Thrombosen sterben.“

Repoxygen verankert das EPO-Gen in Muskelzellen. Damit löst es die Produktion von Erythropoetin (EPO) und die Bildung von roten Blutkörperchen aus, was die Leistungsfähigkeit erhöht.

Saltin: „Das gibt Gendoping eine völlig andere Dimension.“

Die Anwälte von Springstein, Peter-Michael Diestel und Johann Schwenn, betonten stets, dass sich ihr Mandant über Doping nur wissenschaftlich informiert hat. Auch rund 20 Wirksubstanzen, die in Springsteins Haus von der Polizei gefunden wurden – darunter Anabolika,

Wachstumshormonpräparate und Insulin, das ebenfalls Muskel bildend wirkt –, will er für den Eigenbedarf angeschafft haben. Zwölf der beschlagnahmten Mittel wurden noch nicht identifiziert.

Eine Mail („Betreff: Comeback GB“) nährt den Verdacht, dass der „Trainer des Jahres“ 2002 auch für seine Lebensgefährtin, Europa- und Weltmeisterin Grit Breuer, unerlaubte Mittel besorgt haben könnte. Die 400-Meter-Läuferin beendete ihre Karriere Ende Dezember.

Dem DLV dürfte am Ende des Prozesses (bis 31. März terminiert) lediglich die ethisch-moralische Bewertung des Falls bleiben. Vergehen gegen die Regeln könnten nur geahndet werden, wenn Springstein und Breuer noch Mitglied in einem Verein wären. In der Clenbuterol-Affäre 1992, die mit der Sperre seiner Schützlinge Katrin Krabbe und Grit Breuer endete, entzog sich Springstein durch Austritt beim SC Neubrandenburg der Rechtsprechung.

Von einem „Blick in ein Horrorkabinett“ sprach Thomas Bach, Leiter der Juristischen Kommission des Internationalen Olympischen Komitees.

Aus Sicht des Molekularbiologen Werner Franke (Heidelberg) ist ein neues Dopingzeitalter angebrochen.

Besorgt äußerte sich Manfred von Richthofen, Präsident des Deutschen Sportbundes: „Diese neue Dimension des Dopings lässt Horrorfantasien Wirklichkeit werden. Wenn der offensichtlich galoppierenden Manipulation nicht mit großer Entschiedenheit Einhalt geboten wird, dann dürften wir in vielen Spitzenbereichen bald das haben, was den Namen Sport nicht mehr verdient.“

Harte Worte fand Helmut Digel, Vizepräsident des Leichtathletik-Weltverbandes IAAF: „Wir haben in Deutschland ein Dopingproblem im Hochleistungssport und sollten nicht immer auf andere wie die US-Amerikaner oder die Russen zeigen.“

Franke sprach „von einer richtigen Schraube des Verbrechens“. Auch und vor allem, weil die in Springsteins Korrespondenz angeforderten Mittel erst in der „vorklinischen Versuchsphase“ erprobt worden seien. Er erinnerte an ähnlich unmenschliches Vorgehen bei EPO-Doping. Damals fanden in ähnlich frühem Stadium, nach Versuchen an Mäusen und anderen Tieren, 18 junge Radsportler den Tod.

[Link]

3 0 - 0 1 - 2 0 0 6

Frankenstein grüßt Springstein

Grit Hartmann, Robert Hartmann und Barbara Klimke
Dienstag, 31. Januar 2006
Berliner Zeitung
[Fragment]

Alan Kingsman ist höchst irritiert. "Das kann nicht unser Repoxygen sein", sagt der Professor, Vorstandsvorsitzender der börsennotierten Gentechnikfirma Oxford BioMedica.

Dabei zeigte sich Thomas Springstein, der wegen Minderjährigen-Dopings vorm Magdeburger Landgericht angeklagte ehemalige Leichtathletiktrainer, überaus interessiert an diesem Stoff: "Das neue Repoxygen ist schwer erhältlich", mailte er dem niederländischen Eisschnelllauf-Arzt Berend Nikkels und bat um "neue Instruktionen".

Seit Springsteins Mail-Verkehr publik ist, steht der Verdacht des Gendopings im Raum. Repoxygen, in der elektronischen Post wie selbstverständlich erwähnt, ist das erste Gendoping-Präparat in der Sportgeschichte - eine neue Dimension, die den deutschen Sport in die Nähe von Horrorvisionen rückt.

Kingsman sieht das nicht anders: "Extrem gefährlich, wahrscheinlich tödlich" wäre der Einsatz des Mittels beim Menschen. Denn Repoxygen, zur Behandlung von Blutarmut entwickelt, enthält die genetische Bauanleitung für das Hormon Erythropoietin (Epo) und wird mittels Viren in die Muskelzellen eingeschleust, wo es andockt - für immer.

Epo wiederum produziert rote Blutkörperchen und erhöht die regenerations- und ausdauerförderliche Sauerstoffaufnahme. 2002 veröffentlichte BioMedica erste Testergebnisse bei Mäusen.

Marktanalysen ergaben indes geringe Wettbewerbschancen gegen das synthetische Epo.

"Seitdem liegt Repoxygen bei uns im Kühlschrank und tut gar nichts", sagt Kingsman. Nur zwei Erklärungen hat er für die Springstein-Mail: Repoxygen sei "entweder gestohlen" oder "von Trittbrettfahrern kopiert".

Was die Sache gänzlich unkalkulierbar macht, denn BioMedicas eigentliche Forschungsleistung war der Einbau eines Spezialeffekts: einer Selbstkontrolle, die das Gen nur dann aktiviert, wenn Sauerstoff fehlt und von der nicht klar ist, "ob sie beim Menschen überhaupt funktioniert".

Das IOC interessierte sich nach Kingsmans Angaben schon 2002 für den Stoff, der anders als künstlich hergestelltes Epo mit den vorhandenen Dopingtests nicht nachweisbar ist.

Ziel der Welt-Anti-Doping-Agentur (Wada) sei immer eine Vorwärtsstrategie gewesen, sagt Klaus Müller, Leiter des Analyselabors Kreischa; man habe den Betrügern möglichst zuvorkommen wollen. Wo Repoxygen derzeit produziert wird, weiß allerdings keiner.

Doch in Internet-Chatrooms wird der Stoff eifrig debattiert. So war schon im November 2003 im Bikerforum zu lesen: "Die neueste Waffe ist Repoxygen, noch im Teststadium, aber gerüchteweise schon im Peloton der Tour des France verbreitet. Nimm etwas Repoxygen, etwas HGH, und du wirst Superman sein."

Ruf nach dem Staatsanwalt

Die Erwähnung von Repoxygen im Springstein-Prozess hat nun einen exemplarischen Hinweis gegeben, besonders jenen, die ein Anti-Doping-Gesetz für notwendig halten.

Doch das Echo pendelt zwischen Verschanzung und Empörung, die schnell in sich zusammenfallen könnte: Aus dem Kölner Dopingkontrolllabor war zu vernehmen, das Zeitalter des Gendopings "kann noch nicht angebrochen sein".

Amtsrichter Clemens Prokop, der Präsident des Deutschen Leichtathletik Verbandes, der Springstein anzeigte, sagte: "Es wäre nicht seriös, Beweismittel, zu denen sich der Angeklagte noch nicht selbst geäußert hat, zu bewerten."

Einzig Helmut Digel, Vizepräsident des Leichtathletik-Weltverbandes IAAF, scheint nicht zu glauben, dass Springstein eine Art von der Wirklichkeit des Spitzensports losgelöster Dopingfetischist sein könnte: "Diese Grauzone müsste permanent beobachtet werden", sagte er. Digel verlangt Sonderstaatanwaltschaften. "Der Sport kann nicht ermitteln, deshalb müsste der Staat ihm Hilfestellung geben."

Der Job von Springstein-Anwalt Peter-Michael Diestel hingegen ist Beschwichtigung. Sein gängigstes Argument: Die im Mailverkehr zitierten Dopingmittel seien zum Eigengebrauch bestellt worden.

"Da lachen die Hühner", entgegnet Werner Franke: "Hilflose, unglaubwürdige Stories", nennt der Heidelberger Krebsforscher und Dopingexperte die Angaben des Anwaltes.

Eigengebrauch? Namentlich sind fünf Anabolika-Mittel, zwei Wachstumshormone und zwei Epo-Mittel aufgeführt, zusätzlich Repoxygen.

Franke streitet Springstein, der nach der Entdeckung auch sein angebliches "wissenschaftliches Interesse" für solche Präparate ins Feld führte, jegliche Kenntnis auf wissenschaftlichem Gebiet ab.

Ähnlich argumentiert der Heppenheimer Trainer Hansjörg Holzamer, ein pensionierter Oberstudienrat. Er kritisiert sogar das leichtathletische Fachwissen Springsteins.

Erfolge lässt er nicht gelten: "Interessant ist, dass Grit Breuers Leistungen unter Springstein nicht besser geworden sind." Jedenfalls nicht in der Einzeldisziplin 400 Meter, denn 49,42 Sekunden rannte sie schon vor 14 Jahren als 19-Jährige.

Holzamer sagt: "Du musst auch wissen, wie richtig trainiert wird."

Was er meint, ist Folgendes: Wer dopt, dem genügen schon die Grobmotorik und knüppelhartes Training, um einigermaßen auf der Höhe zu sein.

Am Freitag steht der dritte von bisher terminierten zehn Verhandlungstagen an. Das Urteil gegen Thomas Springstein soll am 31. März gesprochen werden.

Möglich ist aber, dass die Staatsanwaltschaft nun ein neues Verfahren eröffnet. Denn Springsteins E-Mail-Verkehr steht in Magdeburg bisher nicht auf der Agenda. Die Details waren nur in Form von sechs Beweismittel-Anträgen von Staatsanwältin Angelika Lux in den Prozess eingebracht und von Richterin Astrid Raue verlesen worden.

Schnell, leise, oft undeutlich. Deshalb geschah auch nicht gleich, was Franke erwartete: "Eigentlich hätte ein Sturm losbrechen müssen."

[Link]

IAAF-Vize Digel: Arzneimittelgesetz reicht nicht

Mo 30 Jan, 2006
dpa
de.sports.yahoo.com
[Fragment]

Düsseldorf - Das deutsche Arzneimittelgesetz reicht im Kampf gegen das Doping nach Ansicht von IAAF-Vizepräsident Helmut Digel nicht aus. «Wir brauchen Staatsanwaltschaften mit einem speziellen Auftrag», sagte Digel der dpa.

Damit reagierte der Spitzenfunktionär des Leichtathletik-Weltverbandes (IAAF) auf die publik gewordenen E-Mails des wegen Minderjährigen-Dopings angeklagten Leichtathletik-Trainers Thomas Springstein.

Dessen Internet-Korrespondenz, in der das Gendoping-Mittel Repoxygen und zahlreiche andere im Sport verbotene Substanzen erwähnt wurden, waren von der Polizei bei einer Razzia in seinem Haus beschlagnahmt worden.

«Es ist das erste Mal, dass der Staat auf Grundlage des Arzneimittelgesetzes mit Erfolg in einem Doping-Fall ermittelt», sagte Digel und forderte: «Diese Grauzone müsste permanent beobachtet werden. Der Sport kann nicht ermitteln, deshalb müsste der Staat ihm Hilfestellung geben.»

Allerdings sei auch die Pharmaindustrie aufgefordert, den Anti-Doping-Kampf durch Kooperation mit der Welt-Anti-Doping-Agentur (WADA) und den offiziellen Doping-Analyselaboren zu unterstützen.

«Die Pharmaindustrie hat kein Interesse, dass dieses Thema im Zusammenhang mit ihren Produkten eine Rolle spielt, doch langfristig könnte es auch für sie ein Vorteil sein, den Missbrauch ihrer Arzneien im Sport unterbinden zu helfen», meinte der Tübinger Sportsoziologe.

Für ihn ist der Blick in die vermeintliche Giftküche von Springstein und sein Interesse an Gendoping-Mitteln keine neue Dimension.

«Es ist eine Fortschreibung der Entwicklung, mit immer smarteren Methoden zu betrügen», sagte Digel. Das Begehren danach sei «so unendlich wie der wissenschaftliche Fortschritt. Ein Ende wird es nicht geben».

Das Zeitalter des Gendopings ist nach Meinung von Prof. Wilhelm Schänzer, dem Leiter des Kölner Instituts für Biochemie, aber noch nicht angebrochen und Repoxygen sei nicht das Präparat, um es einzuleiten: «Zum Dopen ist es nicht geeignet.»

Abgesehen von den hohen gesundheitlichen Risiken des Mittels, das in die Muskulatur eingesetzt wird und die Produktion von Hämoglobin anregt, habe es nicht den leistungssteigernden Effekt wie zum Beispiel die Einnahme von Erythropoetin (EPO).

[Link]

3 1 - 0 1 - 2 0 0 6

Gendoping: Nada will mit der Pharmaindustrie kooperieren

Berliner Morgenpost
31. Januar 2006
[Fragment]

Die nationale Anti-Doping-Agentur (Nada) will angesichts der Besorgnis erregenden Entwicklungen auf dem Gebiet des Gendopings mit der Pharmaindustrie zusammenarbeiten. "Wir werden in jedem Fall auf diese Unternehmen zugehen. Wir streben den Austausch und die Partnerschaft mit dem Pharmasektor an", sagte Nada-Geschäftsführer Roland Augustin.

Mit dieser Ankündigung zogen die deutschen Dopingfahnder mit Sitz in Bonn umgehend erste Konsequenzen aus den jüngsten Enthüllungen um den ehemaligen Leichtathletik-Trainer Thomas Springstein. Laut Augustin brauche die Nada für eine erfolgreiche Arbeit verstärkt Informationen seitens der Pharmakonzerne. "Wir müssen frühzeitig wissen, welche Entwicklungen kommen, weil die Behandlungstechniken immer verfeinerter und gezielter werden. Die Produkte, die kommen, werden immer maßgeschneiderter" erklärte der Nada-Geschäftsführer.

Gerade, weil für die Pharmaindustrie bei den neuesten Entwicklungen der Patient im Vordergrund stehe und der "Sport keine Rolle spielt", brauche man frühzeitige Informationen an die Nada, um dem Mißbrauch von Präparaten zuvorzukommen und zu unterbinden.

"Der Anti-Doping-Kampf muß vernetzt werden. Ohne Vernetzung auf wissenschaftlicher wie auf juristischer Ebene, auf der Ebene der Labors und der Zusammenarbeit mit den Pharmaunternehmen bekommen wir Probleme. Diese Kooperationen sind unerläßlich", unterstrich Augustin und versprach. "Die Nada schläft nicht. Wir tun alles, um komplett am Ball zu bleiben."

[Link]

0 2 - 0 2 - 2 0 0 6

Apocalypse now: fears of gene doping are realised

Owen Slot
The Times
February 02, 2006
[Fragment]

THE grim new world of gene doping, for so long viewed as the apocalyptic future of illegal performance-enhancement in sport, has dawned in Germany. Experts had been concerned that advances in gene therapy would start to impact on sport by the time of the Beijing Olympics in 2008. However, evidence from a court case in Magdeburg, Germany, suggests that a new brand of cheats could be injecting in time for the Turin Winter Games, which start next week.

Gene doping is the big fear among those fighting for clean sport. It involves manipulation of the human genetic code and thus evades standard detection methods. And a German court has identified the distribution among coaches of a substance called Repoxygen, which works in this way to produce erythropoietin (EPO) indigenously.

“You would have to be blind not to see that the next generation of doping will be genetic,” Dick Pound, the chairman of the World Anti-Doping Agency, told scientists only two months ago. It seems that this next generation has arrived.

Evidence of gene doping has been stumbled upon at the trial of Thomas Springstein, the coach and partner of Grit Breuer, twice the European 400 metres champion, who was banned for taking the stimulant Clenbuterol. Springstein is accused of supplying steroids to female athletes that he has been coaching in Germany; the body of evidence against him was fortified by a police raid on the home he shares with Breuer, during which 20 chemical substances were said to have been found, 12 of which are yet to be identified.

Also removed from their house was Springstein’s laptop. At the start of his trial, Springstein’s lawyer failed in his plea to keep private the contents of his e-mail inbox. Certain e-mails were read out in court and it was in one exchange with the doctor of a Dutch speed-skating club that the incriminating evidence was allegedly discovered. Among a large number of doping products discussed, the prosecution claims, was the use of the aforementioned ground-breaker, Repoxygen.

The e-mails were passed on to Professor Werner Franke, a German cell biologist largely responsible for exposing those behind the drugs regimes of the former East German sports system. Franke told The Times that he was “devastated” by what he read. “We have been expecting gene doping, but not so soon,” he said. “I don’t know how they have it, but they do. This is the crossing of the Rubicon. This is a real advance in criminality.”

His reaction was matched by Michele Verroken, the director of the consultancy Sporting Integrity and former head of anti-doping at UK Sport. “When I first read about it, I thought, ‘Wow, someone’s cracked it,’” she said. “This is a really significant development.”

Repoxygen was pioneered in 2002 by Oxford Biomedica, an Oxford-based pharmaceutical company. It is a hugely significant breakthrough for the healthcare market for which it had been intended, primarily to treat serious anaemia.

In announcing its breakthrough product on June 6, 2002, Oxford Biomedica explained that use of Repoxyen allows the body to “switch a gene on in response” to a low oxygen level and then, when that level has been raised, to “switch the gene off, providing an exquisite control mechanism for the production of EPO in situ”.

Within three months, the anti-doping movement had registered its concern over misuse. “We see Repoxygen as a significant threat,” Larry Bowers, the managing director of the US Anti-Doping Agency, said after a meeting in Atlanta in October 2002. “You can turn it on and off. It acts more or less like the body.”

While Bowers et al attempt to pioneer a test for gene doping, the immediate question is how Repoxygen got on to the black market. While Oxford Biomedica made the Repoxygen prototype, it never went into production because the company believed that it could not compete in the pharmaceutical market where EPO was already so readily available.

“We didn’t develop it any further,” Professor Alan Kingsman, Oxford Biomedica’s chief executive, said. “So it simply remains in the fridge. And we maintain very close controls, so I’d be extremely surprised if anything we made got on to the black market.”

One conclusion is that other laboratories had reproduced Repoxygen from information gleaned from Oxford Biomedica’s launch. “It would take a fairly advanced lab to make it,” Kingsman said. “But it would be very irresponsible for a number of reasons. For a start, we only went as far as testing it on mice. To use it in the human body would be playing with fire.”

[Link]

0 3 - 0 2 - 2 0 0 6

Dopingexperte Schänzer: Gendoping beim Menschen noch kein Thema

02.02.06
Kölner Stadt-Anzeiger
ksta.de

Köln - In der Gendoping-Diskussion um den in Magdeburg wegen Minderjährigen-Dopings angeklagten Leichtathletik-Trainer Thomas Springstein gibt der Kölner Dopingexperte Professor Wilhelm Schänzer vorläufige Entwarnung. Für ihn sei das Zeitalter des Gendopings erst angebrochen, „wenn ich sehe, dass Gendoping tatsächlich angewendet wird“, sagte der Biochemiker dem "Kölner Stadt-Anzeiger" (Freitag-Ausgabe).

Er widersprach damit dem Heidelberger Molekular-Biologen Werner Franke. Dieser hatte die von Springstein erwähnte Substanz Repoxygen als Beleg für den Anbruch einer neuen Ära im Medikamenten-Missbrauch bewertet und davor gewarnt, dass der Missbrauch nicht nachweisbar sein könnte.

Diese Gefahr hält Schänzer für nicht gegeben. Auf der Grundlage von Tierversuchen gebe es Methoden, Repoxygen im Körper nachzuweisen.

Der parlamentarische Staatssekretär im Bundesinnenministerium, Christoph Bergner (CDU), sagte der Zeitung, die „Waffengleichheit“ der Dopingfahnder mit den -sündern sei gegeben. Es bestehe kein Grund, „Panik zu machen“.

Nach Darstellung Schänzers ist die von der Firma Oxford Medica entwickelte Substanz Repoxygen bis 2002 in Tierversuchen getestet worden. Von einer Weiterentwicklung für den gentherapeutischen Markt habe man Abstand genommen, weil das Präparat keine Alternative zum herkömmlichen Erythropoetin (EPO) darstelle. Bei so komplexen Verfahren wie der Gentherapie sei die Anwendung aus Tierversuchen nichts ohne weiteres auf den Menschen übertragbar.

„Dazu muss man entsprechende Modifizierungen vornehmen und das bedarf eines enormen Forschungsaufwands“, sagte Schänzer. Der Leiter des Kölner Dopinglabors sieht Gendoping daher nicht als ein akutes, sondern als ein langfristiges Thema an.

[Link]

0 5 - 0 2 - 2 0 0 6

Genetic doping cheats could find that it's all downhill after Turin

MICHAEL BUTCHER
The Scotsman
Sun 5 Feb 2006
[Fragment]

The drugs mafia are likely to be interested. Repoxygen is a £2bn business worldwide and, according to Italian doping expert Sandro Donati, the Olympic Games leads to an upsurge in performance-enhancing drug traffic.

Police are expecting the Russian mafia to flood Italy with performance-enhancing drugs, which will in turn be distributed by the Neapolitan mafia, who use them as a cover for their hard drug business. Since all the attention and security precautions are centred on the Olympics, police resources are stretched to the limit and the mafia take advantage of that.

The same happened before Salt Lake, although the American authorities had one notable success when five Russian mafiosi were caught with $3m worth of human growth hormone.

[Link]

0 8 - 0 2 - 2 0 0 6

Weitere Opfer Springsteins?

Von Hans-Joachim Waldbröl
08. Februar 2006

Der Prozeß gegen Thomas Springstein, der sich vor dem Amtsgericht in Magdeburg wegen des Vorwurfs von Minderjährigen-Doping zu verantworten hat, zieht sich nicht nur durch die Verzögerungstaktik der Verteidigung mittels formaljuristischer Anträge in die Länge. Dem früheren droht Leichtathletiktrainer - wie gemeldet - ein zweites Verfahren.

„Es laufen weitere, allerdings schwierigere Ermittlungen als im ersten Fall gegen ihn, die zu einer zusätzlichen Anklage führen können”, bestätigte Rudolf Jaspers, Leitender Oberstaatsanwalt am Magdeburger Landgericht, am Mittwoch gegenüber dieser Zeitung.

Der Anfangsverdacht sei gegeben, „daß Springstein möglicherweise noch mehr Sportler und Sportlerinnen, darunter wohl auch weitere Minderjährige, gedopt oder verbotene Substanzen weitergegeben hat”.

Das von Athleten selbst vorgenommene Doping sei zwar kein Straftatbestand, wohl aber die Weitergabe von Dopingmitteln.

Obwohl die erst jetzt bekanntgewordenen Verdachtsmomente ebenfalls auf die bei der Hausdurchsuchung im Sommer 2004 gefundenen Dopingmittel und sichergestellten E-Mail-Dokumente zurückgingen, habe man zunächst die Dopingvorwürfe der Leverkusener Leichtathletin Anne-Kathrin Elbe, auf die sich die Strafanzeige des Deutschen Leichtathletik-Verbandes seinerzeit bezog, als Gegenstand einer Anklage genommen.

Dieser Verdacht sei schneller „ausermittelt” gewesen als beim ersten Tatvorwurf; die Beweislage sei hier „möglicherweise schwieriger”, weshalb man die Nachforschungen anschließend ausgeweitet habe.

Die Entscheidung, ob es zu einer zweiten Anklage komme, werde erst „längerfristig” fallen. Komme es jedoch zu Verurteilungen in beiden Prozessen, so würden sie als Gesamtverfahren gewertet - nicht aber die beiden Einzelstrafen schlichtweg addiert. „Die Gerichte verhängen in solchen Fällen wegen der Schwere der Tat üblicherweise eine insgesamt höhere Strafe”, so Jaspers.

Der Leitende Oberstaatsanwalt erläuterte auch den Vorgang einer frühen Anfrage des Verteidigers von Springstein, Peter-Michael Diestel, ob das Gericht bereit sei, das Verfahren gegen Springstein gegen eine Geldbuße einzustellen. „Dazu wäre allerdings das Geständnis des Angeklagten zwingende Voraussetzung gewesen, und selbst dann wäre Springstein nicht ohne eine Haftstrafe von ein bis zwei Jahren davongekommen.” Eine Konsequenz, die der Rechtsanwalt Johann Schwenn, der inzwischen in der Verteidigung die Wortführung übernommen hat, nicht akzeptabel fand.

Jaspers räumte ein, daß er über die weitgehende Veröffentlichung des belastenden E-Mail-Verkehrs von Springstein „nicht glücklich” gewesen sei. Dies habe der Verteidigung Springsteins ermöglicht, Nebenkriegsschauplätze zu eröffnen und vom Kern des Verfahrens abzulenken. Schwenn hatte in der dritten Verhandlung am 3. Februar versucht, „diese Stimmungsmache gegen meinen Mandanten” als unüberwindliches Verfahrenshindernis bewerten zu lassen und die Amtsrichterin Astrid Raue aus diesem Grund zur Einstellung des Verfahrens zu bewegen. Der Antrag war ebenso zurückgewiesen worden wie das Ansinnen Schwenns, Staatsanwältin Angelika Lux in den Zeugenstand zu rufen - und damit von ihrer Position als Anklägerin abzuziehen. Schwenn wirft der Staatsanwaltschaft vor, die öffentlich verlesenen Mails weitergegeben zu haben.

Die Anklägerin wirft ihm im Gegenzug diffamierende Verdächtigung vor. Jaspers stellt dazu klar, daß das Verhalten der Staatsanwältin nicht inkorrekt gewesen sei. Die Verlesung des elektronischen Gedankenaustausches über Dopingpraktiken bis hin zum Gendoping sei Teil der öffentlichen Verhandlung gewesen. Er sehe keinen Anlaß, Angelika Lux von ihrer Aufgabe zu entbinden: „Diesen Schritt müßte man nur erwägen, wenn sich die Staatsanwältin zu stark persönlich involviert zeigt und eine objektive Haltung nicht mehr gewährleistet ist.”

[Link]

0 8 - 0 2 - 2 0 0 6

WADA hat Test für Gendoping-Mittel Repoxygen

dpa
08.02.2006

Die Welt-Anti-Doping-Agentur (WADA) kann dem Gendoping-Mittel Repoxygen auf die Spur kommen und hat ein entsprechendes Testverfahren entwickelt.

"Ja. Es sieht bisher so aus, dass das EPO, das unter Einfluss von Repoxygen produziert wird, anders ist als das natürlich EPO, so dass man es identifizieren kann", erklärte WADA-Vorsitzender Richard Pound in einem Interview mit der "Frankfurter Allgemeine Zeitung".

Der mögliche Einsatz von solchen Gendoping-Substanzen gruselt den Kanadier: "Das zeigt, wohin der Ehrgeiz manche Menschen treibt. Sie nehmen enorme Risiken in Kauf. Man kann daran sterben: Ja, das ist sehr enttäuschend."

WADA-Chef Pound fürchtet durch diese neue Dimension der Leistungsmanipulation um den Erhalt der Olympischen Bewegung. "Wenn man ein chemischer Zyklop werden muss oder ein Gen-Mutant, um im Leistungssport Erfolg zu haben, sagen Eltern eines Tages zu ihren Kindern, geh' lieber zum Camping", sagte er.

"Dann haben wir einen Sport, der nur noch von Gladiatoren betrieben wird, die immer gewalttätiger und immer unbedeutender werden", so Pound. "Und das wäre ein fürchterlicher Verlust."

[Link]

1 2 - 0 6 - 2 0 0 6

New drug threatens to tarnish the Games

Rupert Guinness
The Courier-Mail
10feb06
[Fragment]

A NEW undetectable drug threatens to undermine the credibility of the Commonwealth Games, with an Australian blood doping expert yesterday warning that rogue athletes have been trying to buy the product.

Robin Parisotto – the principal researcher behind creating a test in 2000 for the oxygen-boosting drug EPO – says concerns are growing that cheats have access to the gene therapy drug Repoxygen.

Dr Parisotto says it's possible that the drug could be used by athletes preparing themselves for the Commonwealth Games, starting in Melbourne on March 16.

"A lot of countries in the Commonwealth are not highly regulated in the medical research field and in drug manufacturing," Dr Parisotto said.

Dr Parisotto investigates the frightening use of gene doping in his new book Blood Sports, to be released on Monday.

News of Repoxygen's arrival on the athletics scene brought an immediate reaction from Australian athletes, with swim champion Grant Hackett yesterday calling for the freezing of blood tests and retrospective testing for Repoxygen when researchers find out how to check for it.

In order to try to limit the use of Repoxygen at the Commonwealth Games, Hackett also encouraged a strict implementation of body searches at Customs to catch any athlete who has it in their possession as they enter the country.

"If it can't be detected in blood or urine, we have to think of other avenues to catch people," Hackett said. "If it means searching for it at Customs, we should do that."

Dr Parisotto said one of the pluses about Repoxygen was that users needed only one injection, unlike EPO which requires users to have a series of shots.

This makes Repoxygen a cheaper option than EPO, which carries a legal price of $150 to $250 an injection, but it will be five to 10 times more expensive on the black market.

Worryingly for officials, based on past research in gene therapy, it is thought the benefits of a Repoxygen shot may last three to eight months. Therefore any athlete planning on using it for the Games in Melbourne could take it before coming to Australia.

Dr Parisotto says Repoxygen users are also taking a massive risk. The drug is still in preclinical development and side-effects are unknown.

[Link]

Navigatie

Nieuws

Contact

Over ons

Dossiers

Zoeken