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1 2 - 1 1 - 2 0 0 5 Junger Serientäter muß erstmals ins Gefängnis
Freitag, 11. November 2005 Ein 19jähriger bekannter Serientäter muß erstmals eine Gefängnisstrafe verbüßen. Gestern verurteilte das Berliner Landgericht den schon längere Zeit polizeibekannten Angeklagten wegen gefährlicher Körperverletzung und Raubes zu drei Jahren und zwei Monaten Haft. Er hatte im Januar und Mai zwei Männer geschlagen und einem von ihnen ein Handy geraubt. Das Gericht bezog zwei frühere Bewährungsstrafen in das Urteil ein. Insgesamt liegen 20 Taten vor, darunter zum Teil sehr brutale Körperverletzungen, sagte der Richter. Bekannt wurde der Angeklagte, als er mit 16 fünf Lehrer auf einem Schulhof krankenhausreif schlug. Jetzt sei Schluß mit Bewährungen, so die Jugendrichter, der 19jährige habe seine Chancen leichtfertig vertan. Es sei klar gewesen, daß er bei neuen Straftaten ins Gefängnis komme, dennoch sei er einen Monat später gewalttätig geworden. Im Januar hatte der Kochlehrling bei einer Rangelei an der Tür eines Lokals in Tempelhof einem Gast zwei Fausthiebe versetzt. Im Mai hatte der Angeklagte einem 18jährigen mit dem Messergriff die Stirn blutig geschlagen und ihm das Handy entrissen. Der Täter war nach eigenen Angaben sauer, weil der Mann ihn um Geld betrogen habe. Die von der Verteidigung beantragte Freilassung aus der Untersuchungshaft bis zum Strafantritt gewährten die Jugendrichter nicht. Es bestehe Fluchtgefahr, die Familie biete keinen ausreichenden Halt. Der Verurteilte stamme aus einem problematischen Elternhaus. Auch der Vater stand wegen einer Kneipenprügelei vor Gericht. Strafverschärfend wertete das Gericht die Anzahl der Straftaten und den Bewährungsbruch. Das Geständnis und die Einnahme von Anabolika seit dem Alter von 15 Jahren nannte der Richter als mildernd. Es könne sein, daß die Steuerungsfähigkeit beeinträchtigt war. Er habe jedoch gewußt, daß seine Aggressivität sich durch die Mittel steigere. Im Schlußwort erklärte der 19jährige, er habe eingesehen, daß Gewalt falsch war. Er wolle nun versuchen, sein Leben in den Griff zu bekommen. |
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