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2 5 - 1 0 - 2 0 05 Studie zum Anabolika-Konsum der Jugend
23.10.05 Köln - Eine Pilotstudie der Deutschen Sporthochschule in Köln soll das Ausmaß des Anabolika-Konsums bei Jugendlichen erforschen. "Wir haben Indizien dafür, dass es Probleme gibt bei Anabolika, denn der Schwarzmarkt nimmt permanent zu und immer mehr Substanzen kommen nach Deutschland rein", sagte der Studienleiter Michael Sauer in Köln. "Wir wollen herausbekommen, wer die Substanzen in welchem Umfang nimmt. Wir fangen bei den Jugendlichen an, weil hier primär die Prävention ansetzen muss." Der Dopingforscher betonte: "Wir wollen helfen, und das gelingt nur, wenn wir wissen, wie sich Jugendliche wirklich verhalten." In Jugendzentren und in Jugendwerkstätten - Bildungseinrichtungen für Kids ohne Schulabschluss - seien insgesamt 400 Heranwachsende im Alter von 15 bis 22 Jahren befragt worden. "Wir sind in die Einrichtungen gegangen und haben vor allem nach Einstellungen gefragt, zu Kraft, Gesundheit und zu Steroiden". Bei anabolen Steroiden oder Anabolika handelt es sich um künstlich hergestellte Hormone, die vor allem zum verstärkten Muskelaufbau eingenommen werden und die gefährliche Nebenwirkungen haben können. "Testosteron ist die am häufigsten missbrauchte Substanzklasse", erklärte Sauer. Diese Mittel seien nach ärztlichem Rezept zur medizinischen Therapie, aber ansonsten nicht legal erhältlich. "Hier kann es zu Nebenwirkungen wie Akne, Wassereinlagerung im Gewebe, verschlechterten Blutfettwerten, Leberschädigung, Haarausfall und Impotenz kommen", warnte der Experte. Nach Befragung der Jugendlichen aus dem Kölner Raum seit dem Frühsommer habe nun die Auswertung der Ergebnisse begonnen, die bis Jahresende abgeschlossen werde.
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